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Embryonale Stammzellen

Profil des Verfahrens:

  • Aus Embryonen (d.h. aus befruchteten Eizellen in der initialen Wachstumsphase) werden Stammzellen entnommen, vervielfältigt und zu dopaminproduzierenden Neuronen (Gehirnzellen) weiterentwickelt, die nachfolgend in die abgestorbene Substantia Nigra von Parkinson-Patienten implantiert werden.
  • Als Vorteil dieses Verfahrens wird angesehen, dass diese Stammzellen noch völlig ungeprägt und damit besonders vital und anpassungsfähig sind.
  • Das Verfahren wurde lange nur in Zellkulturen und wenigen Tierversuchen erprobt, so dass seine Anwendbarkeit am Menschen noch schwer abschätzbar war. Vor kurzem gelang europäischen Forschern aber die Erzeugung von Dopamin-Neuronen aus embryonalen Stammzellen und deren erfolgreiche Implantation in die Gehirne von Ratten (mehr hier).
  • In vielen Ländern ist die Verwendung von embryonalen Stammzellen stark beschränkt oder verboten, da sie aus prinzipiell lebensfähigen Embryonen entnommen werden.

Einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet ist der ursprünglich aus der Schweiz stammende und heute in New York tätige Professor Lorenz Studer. Auch an der Harvard University wird zu embryonalen Stammzellen als Basis für Zell-Ersatz-Therapien für Parkinsonkranke geforscht. Verschiedene europäische Forscher, z. B. Prof. Anders Björklund und Prof. Malin Parmar von der Universität Lund in Schweden oder Prof. Roger Barker von der Universität Cambridge in Großbritannien haben im Rahmen EU-geförderten Projekte NeuroStemCell and NeuroStemcellRepair eine führende Rolle auf diesem Gebiet eingenommen.

Hier einige Quellen:
1) Forschungsprojekte von Prof. Studer
2) Artikel in der Zeitschrift „Nature“
3) Interview mit Prof. Studer (2011)
4) Pressemeldung zu Stammzell-Projekt
5) Harvard Stem Cell Institute (HSCI)
6) Erfolgreiche Erzeugung und Implantation von Dopamin-Neuronen

 

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